Für die Hackgutproduktion sind starke Partner unerlässlich

Die Energiefrage wird in den nächsten Jahren ein zentrales Thema werden, weil sie zum einen die Schlüsselfrage im Kampf gegen den Klimawandel, zum anderen eine Frage der Versorgungssicherheit darstellt. Die zunehmende Verknappung der fossilen Energieträger sowie die Klimaproblematik bestimmen die aktuelle Diskussion zum Thema Energieversorgung.

Um mittel- und langfristig eine größtmögliche Unabhängigkeit am Energiemarkt erreichen zu können, müssen die heimischen Biomassepotenziale so weit und so nachhaltig wie möglich ausgeschöpft werden. Dafür sind neben einem ökologisch und ökonomisch verantwortungsvollen Umgang auch neue Vermarktungs- und Mobilisierungsstrategien notwendig.

Diverse Studien belegen, dass grundsätzlich ausreichend Holz in Österreich vorhanden ist, um die Bedürfnisse der stofflichen und energetischen Nutzer auch in Zukunft zu bedienen. Es wird aber an allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette liegen, aus dem vorerst theoretischen Potenzial ein tatsächliches Einkommen für alle an der Verarbeitungskette Beteiligten zu erreichen. Aus meiner Sicht, liegen die Potenziale in den Durchforstungsrückständen. Mit neuer Ernte- und Bringungstechnik bis zur Waldstraße, bietet die Fa. Krenn eine wirtschaftliche Variante.

Die örtliche Bioenergiegemeinschaft ist im letzten Jahr Kooperationen eingegangen, um der regen Nachfrage nach Waldhackgut nachzukommen. Es wurden Biomassepotentiale aus der näheren Umgebung eingesetzt, wo eine ökonomische Vermarktung in Richtung Großanlagen (wie z. B. Wien Simmering) nicht realisierbar waren. Dieses Beispiel wird in Zukunft für Anlagen in der näheren Umgebung weiterentwickelt, um die Wertschöpfung in der Region zu halten.

Für die Hackgutproduktion in der Praxis sind starke Partner in bewegten Zeiten unerlässlich .

Gerhard Rathammer
BIOENERGIE NÖ – Anlagen Drösing